Asynchronmaschinen müssen gegen Überlastung und Überhitzung geschützt werden. Der Asynchronmotor lässt sich sehr leicht durch hohe Lasten überhitzen. Auf der Seite Drehmomentkennlinie kannst du mit dem Versuch „Förderband“ ausprobieren, wie leicht es ist den Motor zu überhitzen und zu zerstören.
Motorschutzschalter
Die einfachste Schutzmaßnahme ist der Einsatz eines Motorschutzschalters, der die Motorzuleitungen L1, L2 und L3 durch drei Lastkontakte unterbricht.

Symbol des Motorschutzschalters in Stromlaufplänen (allpolige Darstellung):
Aufgaben des Motorschutzschalters:
- Überstromschutz
- Er erkennt, wenn der Motor mehr Strom zieht als der zulässige Bemessungswert (z. B. bei Überlast oder Kurzschluss).
- Bei Überschreitung löst der Schalter aus und unterbricht den Laststromkreis, um Schäden an den Motorwicklungen zu verhindern.
- Kurzschlussschutz
- Bei einem Kurzschluss im Motor oder in der Anschlussleitung reagiert der Schalter innerhalb von Millisekunden und trennt ihn von der Stromversorgung.
- Einstellbare Auslösewerte
- Der Schalter lässt sich auf den jeweiligen Motorbemessungsstrom einstellen, sodass er bei einer definierten Überstromgrenze auslöst.
- Manuelle Rückstellung
- Nach einem Auslösen muss der Schalter manuell zurückgesetzt werden, was eine bewusste Kontrolle des Fehlers ermöglicht
Eigensichere Motorschutzschalter können mit ihrem elektromagnetischen Auslösemechanismus Kurzschlussströme sicher abschalten. Der eigensichere Motorschutzschalter darf ohne Vorsicherung am Netz betrieben werden.
Eigensichere Motorschutzschalter können mit ihrem elektromagnetischen Auslösemechanismus Kurzschlussströme sicher abschalten. Der eigensichere Motorschutzschalter darf ohne Vorsicherung am Netz betrieben werden.